Behandlung und Spitaleinweisung wegen Alkoholkonsums in der Schweiz - Zahlen und Fakten - suchtschweiz.ch

Behandlung und Spitaleinweisung wegen Alkoholkonsums

Jährlich werden rund 11'500 Personen mit einer Diagnose Alkoholintoxikation in einem Schweizer Spital stationär behandelt. Auch wenn die Anzahl pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Alter zunimmt, fällt auf, dass auch Jugendliche, die legal noch keinen Alkohol erwerben dürfen, betroffen sind.

Intoxikationsdiagnosen stiegen bei stationär hospitalisierten Personen bis 2008 an und nahmen danach wieder ab. Diese Entwicklung ist zwischen den Männern und Frauen vergleichbar. Betrachtet man die Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren, so erreichte die Anzahl der Intoxikationsdiagnosen 2016 das gleiche Niveau wie 2003. Bei den 10- bis 23-Jährigen hingegen waren sie 2016 um 28% höher als 2003.

Die Anzahl der Behandlungseintritte von Personen, die ein Hauptproblem mit Alkohol haben, hat seit 2013 leicht abgenommen, und zwar bei den Männern und den Frauen. Die Mehrheit der Personen hat nicht zum ersten Mal eine Behandlung begonnen; rund zwei Drittel der Personen waren bereits vorher in Behandlung.

Die Anzahl der Personen, die wegen eines Hauptproblems mit Alkohol in Behandlung eingetreten sind, hat zwischen 2013 und 2018 abgenommen (indexiert minus 10.3%).

Referenzen

Maffli, E., Eichenberger, Y., Delgrande Jordan, M., Labhart, F., Gmel, G., Kretschmann, A. (2020). act-info Jahresbericht 2018: Suchtberatung und Suchtbehandlung in der Schweiz: Ergebnisse des Monitoringsystems. Bern: Bundesamt für Gesundheit (BAG). .pdf Dokument

Wicki, M., Schneider, E. (2019). Hospitalisierungen aufgrund von Alkohol-Intoxikation oder Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen und Erwachsenen. Eine Analyse der Schweizerischen "Medizinischen Statistik der Krankenhäuser" 2003 bis 2016. Lausanne: Sucht Schweiz. .pdf Dokument

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