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Rechtliche Grundlagen

    Geldspielgesetz

    Heute sind die Geldspiele, das heisst die Casinospiele und die Lotterien, in zwei Bundesgesetzen geregelt: im Bundesgesetz über Glücksspiele und Spielbanken von 1998 und im Bundesgesetz betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten von 1923. Zurzeit ist ein neues Geldspielgesetz in Erarbeitung, welches die zwei Gesetze in einem Bundesgesetz zusammenführen sowie den Geldspielmarkt für Online-Casinospiele öffnen will.

  • Spielbanken
  • Das Spielbankengesetz unterscheidet zwischen Grand Casinos (8 Casinos haben eine Konzession A) und Kursälen (13 Casinos besitzen eine Konzession B).

    Die Spielbanken mit Konzession A können eine unbeschränkte Anzahl von Tischspielen und Geldspielautomaten anbieten. Die Höchsteinsätze sind gesetzlich nicht beschränkt.

    Die Spielbanken mit Konzession B dürfen nur drei verschiedene Arten von Tischspielen (z.B. Roulette, Black Jack und Poker) und höchstens 250 Geldspielautomaten anbieten. Zudem müssen sie Einsatz- und Gewinnlimiten respektieren und dürfen die Geldspielautomaten durch Jackpotsysteme nicht über die eigene Spielbank hinaus vernetzen.

    Der Betrieb von Geldspielautomaten ist seit dem 1. April 2005 nur noch in konzessionierten Spielbanken erlaubt.

  • Poker
  • Alle Varianten von Poker, die mit Einsatz und Gewinn gespielt werden, gelten als Geldspiele. Die Organisation oder der gewerbsmässige Betrieb von solchen Pokerspielen und -turnieren ausserhalb von konzessionierten Spielbanken ist verboten.

    Wie steht es mit Pokern unter Freunden?

    Nur im ganz engen und privaten Freundes- und Familienkreis ist Pokern mit Geldeinsatz ohne Bewilligung legal.

  • Lotterien und Wetten
  • Das Lotteriegesetz schreibt den Kantonen vor, Lotterien nur dann zuzulassen, wenn sie einem gemeinnützigen und wohltätigen Zweck dienen. Auf interkantonaler oder nationaler Ebene dürfen Lotterien nur durch die beiden Schweizer Lotteriegesellschaften (Swisslos und Loterie Romande) veranstaltet werden.

    Lotterien im kleineren Rahmen (Tombolas, Bingo etc.) können von den kantonalen Bewilligungsbehörden genehmigt werden.

    Wetten sind erlaubt, wenn sie nicht gewerbsmässig sind, das heisst, wenn die eingesetzten Beiträge wieder vollumfänglich ausbezahlt werden (z.B. bei einem Tippspiel unter Arbeitskolleginnen und -kollegen).

  • Jugendschutz

    Jugendliche unter 18 Jahren haben in Casinos keinen Zutritt. Bei diversen Spielen von Swisslos und Loterie Romande (z.B. bei allen Spielen im Internet) gilt eine Altersgrenze von 18 Jahren.

    An den traditionellen Verkaufsstellen in der Deutschschweiz und im Tessin dürfen auch Kinder und Jugendliche Lose kaufen. Die Loterie Romande verbietet den Verkauf von Losen und ähnlichen Produkten an unter 16-Jährige.

    Geldspiele im Internet

    Die beiden Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande ermöglichen die Teilnahme an den meisten Spielen auch über das Internet. Alle anderen Geldspiele im Internet können bisher nur auf ausländischen Webseiten gespielt werden und sind illegal. Wer solche Online-Angebote privat nutzt, macht sich nicht strafbar. Die ausländischen Anbieter riskieren aber eine Strafverfolgung, wenn sie in der Schweiz beispielsweise gezielt Werbung für ihr Internetcasino betreiben.

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